Norddeutsche Meisterschaft 2010

Gemeinsam mit dem Braunschweiger Debattierclub "Satzbau" richtete der Debattierclub Hannover vom 17. bis zum 18. April 2010 die Norddeutschen Meisterschaften im Hochschuldebattieren unter Schirmherrschaft Oberbürgermeister Stephan Weils aus. Dazu kamen Debattierclubs aus dem gesamten norddeutschen Raum - von Berlin über Hamburg bis Kiel, von Bremen über Paderborn bis Greifswald -, um sich ein Wochenende gegenseitig herauszufordern. Das gesamte Wochenende wetteiferten diese Rednerinnen und Redner in mehrere Vorrunden, ein Halbfinale und ein Finale, bis schließlich feststand, dass das beste Team aus Berlin (Dessislava Kirova u. Filip Bubenheimer) stammt und die beste Finalrede Filip Bubenheimer hielt... [mehr dazu].

Neben dem Schirmherren und dem Dachverband gilt unser herzlicher Dank unseren Förderern und Sponsoren!


---- Grußwort des Schirmherrren ----

Stephan Weil  

Debattieren als Wettbewerb hat zwar bereits eine lange Tradition, ist in Deutschland aber ein noch recht junger, besonders an Hochschulen beliebter Trend. Dass es sogar Meisterschaften  gibt, dürfte die breite Öffentlichkeit umso mehr überraschen. Ich freue mich, dass der erst zwei Jahre alte Debattierclub Hannover die Norddeutschen Meisterschaften 2010 in der niedersächsischen Landeshauptstadt ausrichten wird, und habe sehr gern die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernommen.

 

Als Oberbürgermeister weiß ich, wie wichtig rhetorische Fähigkeiten sind und wie viel davon abhängt, seine Ansichten, Meinungen und Überzeugungen prägnant zu formulieren. Auch Schlagfertigkeit spielt eine besondere Rolle, nicht von ungefähr leitet sich der Begriff Debatte ja auch von dem französischen Wort für schlagen bzw. niederschlagen ab. Hier hat der Schlag jedoch durchaus positive Aspekte: Mit einer guten Rede oder einer konstruktiven Debatte kann man Zweifel und Bedenken niederschlagen und durchschlagenden Erfolg erzielen.

 

Debattieren in dieser Form, das ist eine Mischung aus sportlichem Wettstreit und Kultur, aber auch der Kunst: die des Sprechens, und die des Zuhörens.
Sicherlich werden die Meisterschaften das Debattieren als Wettstreit nicht nur fördern, sondern auch in der Öffentlichkeit bekannter machen.

 

Ich wünsche den Norddeutschen Meisterschaften 2010 einen guten Verlauf und viel Erfolg!

 

Stephan Weil
Oberbürgermeister der Stadt Hannover

 




---- Grußwort des Dachverbandsvorsitzenden ----


Tim Richter, VDCHHerzlich willkommen in Hannover zum Finale der Norddeutschen Meisterschaft!

Herzlich willkommen zu einem Schlagabtausch der besonderen Art: dem Debattieren. Knapp 50 studentische Redner und Juroren werden an diesem Wochenende nach Hannover reisen, um gemeinsam Argumente abzuwägen, Pro und Contra verschiedenster Themen darzustellen und mit Wortwitz und Schlagfertigkeit für die eigene Position zu werben. Nach vier Vorrunden und dem Halbfinale stehen sich im Finale die Besten gegenüber. Bereits zum sechsten Mal kämpfen Redner an diesem Wochenende gleichzeitig in vier verschiedenen Städten um den Titel: Der Westdeutsche Meister wird in Dortmund gesucht, der Norddeutsche Meister in Hannover, der Ost- und Mitteldeutsche Meister in Ilmenau und der Süddeutsche Meister in München.

„Reden lernt man durch reden“ - das wusste schon Cicero. Auch heute hat diese Aufforderung nichts an Wahrheit verloren. Gibt es einen gerechten Krieg? Sollen Autobahnen privatisiert werden? Brauchen wir einen Beitritt der Türkei zur EU? Es gilt, Farbe zu bekennen, eine Position darzustellen und sie zu verteidigen, schließlich dafür zu werben. Die Fragen sind eindeutig gestellt, das Ergebnis ist nicht vorhersehbar. Schlüssige Argumentation und rhetorische Kraft entscheiden über Sieg oder Niederlage.

Die Rednerinnen und Redner dieses Finals werden Ihnen zeigen, wie unterhaltsam und spannend eine Debatte sein kann – und sie werden versuchen, Sie für ihre jeweilige eigene Position zu begeistern. Alle Rednerinnen und Redner dieses Turniers, wie auch die vielen, die nicht dabei sein können, sind Teil einer großartigen Bewegung: Der Debattierszene in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum.

Debattieren an Hochschulen wird immer beliebter, nicht zuletzt auch, da es Auffassungsgabe, kritisches Hinterfragen, Präsentation und freie Rede übt – Kernkompetenzen für unsere Zeit, unsere Gesellschaft. Seit neun Jahren sind Debattierclubs aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Italien und Österreich zu einem Dachverband zusammengeschlossen, dem Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH), in dem mittlerweile über sechzig Clubs an Universitäten organisiert sind.

Immer mehr Studierende aller Fachrichtungen begeistern sich für die Kunst der Rede, engagieren sich in den Clubs vor Ort und bringen sich in die Debattenkultur ein. Auf mehreren Turnieren des Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH) treffen sich die deutschsprachigen Rhetorik-Talente. Debattierclubs vor Ort veranstalten die einzelnen Turniere und zeigen immer wieder aufs Neue, wie gut organisiert, engagiert und begeistert die Studierenden vor Ort sind.

Vielleicht schauen Sie auch einmal bei Ihrem Debattierclub vorbei: Reden lernt man durch reden! Lassen Sie sich nun begeistern von den Finalreden. Wir wünschen Ihnen ein spannendes Finale hier in Hannover und viel Spaß!

Für den Vorstand des VDCH
Tim Richter
Präsident des VDCH

Der Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH) ist der Dachverband studentischer, deutschsprachiger Hochschuldebattierclubs. Derzeitig sind über 60 solcher Clubs Mitglieder. Die Vereine treffen sich regelmäßig an ihren jeweiligen Hochschulorten zum Debattieren und kommen regelmäßig im Jahr zu Debattierturnieren zusammen, um dort untereinander ihre argumentativen und rhetorischen Fähigkeiten zu messen. Der VDCH konzentriert sich auf die Vergabe einer Debattenserie - der ZEIT DEBATTEN -, unterstützt bei deren Organisation, betreut die Mitgliedsclubs, leitet Initiativen bei der Gründung an und setzt sich für Bekanntheit und Anerkennung des Debattierens im Allgemeinen ein. Weitere Infos zum VDCH unter: http://www.vdch.de